Endlich Antwort

Eigentlich hatte ich schon gar nicht mehr mit einer Antwort gerechnet, ich hatte gedacht, klick und weg und das war´s.

Heute fischte ich folgende Email aus meinem Spamordner:

Sehr geehrte Frau XXXXXX,
Sehr gern werden wir Ihrem Wunsch entsprechen.Auf Grund der Vertraulichkeit der von Ihnen gewünschten Auskünfte dürfen wir diese nicht an eine von uns nicht verifizierbare Mail-Adresse schicken. Bitte melden Sie sich telefonisch beim Kollegen XXXXX(Tel. XXXXXX) oder postalisch unter der unten genannten Postadresse.Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

XXXXX

Jetzt weiß ich ja, wo ich ansetzen kann. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben.

Add comment Dezember 14, 2007 sumeima
Tags: , ,

Die Suche beginnt

Tja, meine erste Idee war, in der Adoptionsvermittlungsstelle nachzufragen. Eventuell können die mir weiterhelfen. Ich weiß überhaupt nicht, wie man da vorgeht. Schwierig wird es ja, wenn meine Mutter nach einer Heirat einen anderen Familiennamen trägt, was ja doch wahrscheinlich ist. Sie müßte jetzt etwa 50 Jahre alt sein.

Also habe ich mal eine schriftliche Anfrage geschickt:

Sehr geehrter Herr xxxxxxxxx,

mein Adoptionsverfahren verlief in xxxxxxx und war 1977 abgeschlossen. Ich habe jetzt beschlossen, wenigstens meine Mutter zu suchen (sie war mit meinem leiblichen Vater nicht verheiratet).

Welche Möglichkeiten habe ich jetzt? Während meines Praktikums im Pflegekinderdienst vor einigen Jahren sagte mir meine damalige Betreuerin, dass es eine Möglichkeit gibt, dass man anonym der Mutter eine Nachricht zukommen lassen kann, in der gefragt wird, ob sie auch Kontakt wünscht. Leider haben wir das damals nicht vertieft, weil es für mich nicht aktuell war.

Welche Anlaufstellen gibt es noch?

Mit freundlichen Grüßen

xxxxxxxxxxxxxxx

Mal sehen, ob und wann eine Antwort kommt….

P.S.: Toll, die Mail kam zurück, falsche Adresse. Bei der anderen kam ich dann doch durch…Fängt ja schon gut an!

Add comment November 13, 2007 sumeima
Tags: , , ,

Warum wurde ich adoptiert?

Meine Eltern 

Meine Mutter hatte eine sehr leichte Geburt bei ihrem ersten Kind (mein Bruder) und deshalb erwartete niemand Probleme beim zweiten Kind.

Leider war die Ultraschalltechnik Anfang der 70er Jahre noch neu und so gab es sie nur im Uni-Klinikum. So bemerkte man nicht, dass meine Mutter eine Plazenta praevia hatte, der Mutterkuchen lag also vor dem „Ausgang“ des Kindes. Sie hätte wohl die letzte Zeit liegen müssen, was sie nicht tat.

Als der Druck zu groß wurde, erlebte sie eine Sturzblutung, sie wäre fast gestorben, ihr Kind- ein kleines Mädchen- verstarb am nächsten Tag.

Meine Mutter hatte noch lange an den Folgen zu leiden, musste mehrfach operiert werden und so war es klar: sie durfte keine eigenen Kinder mehr bekommen. Sie wünschten sich aber so sehr noch ein kleines Mädchen. So entschlossen sie sich zur Adoption.

Meine leiblichen Eltern

Sie waren noch sehr jung, nicht mal 20 Jahre alt. Mein Erzeuger erkannte zwar die Vaterschaft an, konnte aber nicht finanziell für mich aufkommen. Meine Mutter musste ihre Ausbildung abbrechen und jobbte auf dem Jahrmarkt in einem Süßigkeitenwagen. Zuhause fand sie keinen Rückhalt. Ihre Mutter war an Krebs gestorben. Ihr Vater verfiel immer mehr dem Alkohol, ihre Brüder schlugen eine kriminelle Laufbahn ein, saßen z.T. im Gefängnis.

Meine Mutter versuchte wohl, die Familie zusammenzuhalten, aber entschied sich dann doch, ihr ungeborenes Kind zur Adoption freizugeben.

Add comment November 12, 2007 sumeima
Tags: , ,

Seit wann weiß ich von der Adoption?

Meine Eltern sagen, sie hätten es mir schon sehr früh gesagt. Ich kann mich aber nur an einen Vorfall erinnern, als ich wohl schon älter war. Wir saßen alle am Tisch zum Essen, ich blickte in die Runde und sagte: „Komisch, ihr habt ja alle blaue Augen, nur ich nicht. Warum ist das so?“

 Damals war ich vier oder fünf Jahre alt. Meine Eltern haben immer versucht, es für mich schön und interessant zu gestalten- mein Bruder sei Eigenproduktion und ich eine Fremdproduktion, die sie so gut niemals hingekriegt hätten.

Doch, obwohl sie von Anfang an offen zu mir waren, gab es immer wieder Probleme deswegen. Meine Eltern trauten sich nicht, so streng bei mir durchzugreifen wie bei meinem Bruder, aus Angst, ich könnte mich benachteiligt fühlen.

Ich empfand meine Eltern als sehr streng und habe mich oft nicht richtig beachtet und nicht verstanden gefühlt.

Leider wurde die Adoption auch als erzieherisches Druckmittel eingesetzt. Da kam dann von meiner Mutter: „Wenn du jetzt nicht hörst, kommst du ins Heim“ Das Heim war immer der Ort für die Kinder vor der Adoption, obwohl ich niemals dort war. Trotzdem tat dieser Satz seine Wirkung.

Add comment November 11, 2007 sumeima
Tags: , , ,

Ich suche meine Mama

Hallo, bevor ich mich auf die Suche nach meiner Mama begebe, werde ich hier die Informationen posten, die ich habe. Es gibt eine kleine Akte, mit sämtlichen Unterlagen zum Adoptionsverfahren, das sind die einzigen Anhaltspunkte, die ich habe. Allerdings sind die auf dem Stand der 70er Jahre.

Ich möchte alles ausnutzen, was mir behilflich sein könnte…..

Add comment November 11, 2007 sumeima

Pages

Categories

Links

Meta

Calendar

November 2009
M D M D F S S
« Dez    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

Most Recent Posts